Die Kunst, seine Kunden zu lieben

Die Kunst, seine Kunden zu lieben

»Seine Kunden zu lieben«, ist das nicht ein ziemlich hoher und eher unrealistischer Anspruch für ein Konzept zur Strategieentwicklung? Zumindest hört man im allgemeinen Wirtschaftsleben so gut wie niemanden von Liebe sprechen, wenn es um die eigenen Kunden geht. Üblicherweise behalten wir uns dieses Gefühl für einen sehr engen Kreis an Menschen vor.

Was auf den ersten Blick eher wie eines von unzähligen, vermeintlich einzigartigen Strategiekonzepten daherkommt, ist ein schlüssiges, auf logischen Kausalitäten aufbauendes Gedankenmodell. In seinem Buch »Die Kunst, seine Kunden zu lieben« setzt Stefan Merath bei der Frage nach den Lieblingsmenschen an und schlägt mit seinem Ansatz der Neurostrategie den Bogen zur Lieblingszielgruppe eines Unternehmers. Dabei stellt er stets die Persönlichkeit des Unternehmers als den Entwickler der Unternehmensstrategie ins Zentrum und verdeutlicht, warum beim einen Unternehmer eine Strategie funktioniert und ein anderer Unternehmer mit derselben kläglich scheitert.

Ausgangspunkt von Meraths Überlegungen ist die schlichte Frage: »Wie würdest Du Dich fühlen, wenn alle Deine Kunden so wären wie Deine Lieblingsmenschen?« Diese Frage stellt Merath zunächst auf das Fundament der vier Prinzipien der engpasskonzentrierten Strategie (EKS). Von hier aus modelliert Merath in einem realitätsnahen Frage-Antwort-Spiel die beispielhafte Entwicklung einer Strategie für den Unternehmer Olli Steinbach. Dieser ist zwar eine fiktive Figur, aber in seinen Vorbehalten, Sorgen und Glaubenssätzen so lebensecht, dass sich der Leser sofort mit ihm identifizieren kann.

Trotz erheblicher Zweifel beginnt der Firmeninhaber Olli Steinbach ein Coaching bei dem, ebenfalls fiktiven, Unternehmercoach Wolfgang Radies. In mehreren Etappen begleitet der Mentor Radies den Helden Steinbach durch die emotionalen Höhen und Tiefen der Strategieentwicklung. Mit Hilfe dieser Heldenreise gelingt es dem Autor Stefan Merath auf sehr authentische Art und Weise, sein zentrales Anliegen zu vermitteln: »Seine Kunden zu lieben« ist eine mentale Einstellung des Unternehmers. Und: »seine Kunden zu lieben« ist der Dreh- und Angelpunkt für eine funktionierende Strategie.

Stefan Merath: Die Kunst, seine Kunden zu lieben, 4. Auflage 2014

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